FDP Plakat an der Rheinallee, Mainz; Quelle: T.D.

FDP Plakat an der Rheinallee, Mainz; Quelle: T.D.

Normalerweise ranten wir hier ja nicht so viel, aber manchmal muss das einfach sein. Was entdecken unsere müden Augen beim täglichen Stadterkundungsgang? Ein neues Plakat der Freihetlichen. Politisches Ziel: Mehr Parkplätze. Nicht nur die verwendete Schrift und die zwei Ausrufezeichen stören uns hierbei, sondern die Essenz der Forderung. Wer Mainz kennt muss eines zugeben: Der ÖPVN hier ist damn good. Wirklich, wer jemals in anderen Städten gelebt hat wird dies hier bewundern. Die zentralen Busse im 10 Minuten Takt etc. Und dann so eine Forderung. Was wollen die eigentlich fragen wir uns, noch mehr Verkehr in der Stadt. Wahrscheinlich steht der FDPsche Sinn für Ästhetik dem unseren diametral gegenüber: Man wirft sich ja des öfteren in solche hochphilosophischen Fragestellungen wie „was würden wir ändern wenn wir einen Wunsch frei hätten“. Und die Ye Olde Mason-Antwort: Autos vernichten. Einfach diese Überlegung, alle Autos sind von einer zur anderen Sekunde vom Planeten Erde verschwunden, zurück bleiben nur diese Relikte, leere Straßen, rießige Gebilde, die nur dem Gotte Mobilität huldigen. Man hat wirkliche Fläche in der Stadt, zwar hässliche graue, schmutzige Fläche, aber wunderbare freie Sichtverhältnisse. Und in solche Träume platzt die FDP. Wenn wir etwas weniger unpolitisch wären, hätten wir vielleicht vorher einmal denken können: Bei der nächsten Wahl FDP, die haben das doch auch mal verdient, das Gewähltwerden. Aber so?! So nicht. Unser Fazit: Unwählbar. So genug aufgeregt für heute … morgen dann die GEZ …

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