via boiteaoutils

Boiteaoutils verlinkten vor ein paar Tagen die 2001er Photographie von Armin Linke zum G18-Gipfel in Genua und sprachen dabei an, dass die Neuerungen der Stadtplanung des frühen 19. Jahrhunderts auch in Bezug auf neuere Konfliktsituationen geschaffen wurden. Feinde der Führung eines Volkes/Staates waren nun nicht mehr in der Regel nur andere Staaten mit geordneten Heeren, sondern auch immer öfter die eigene Bevölkerung. Die Konflikte wurden auch in Städten ausgetragen. Das wird unserer Meinung nach bei der Besprechung der Städte viel zu oft vergessen. Es ging um konkrete Einsatzmöglichkeiten für die Polizeikräfte, die auf breiten Boulevards wesentlich besser agieren konnten als auf engen Altstadtstraßen.

Insgesamt erinnerten mich diese Ausführungen an den 23. Februar 2005, der Tag an dem auch Mainz etwas Weltpolitik schnuppern konnte.

Lauterenstraße, Mainz, 23.02.2005; Quelle: flickr-usr sperrobjekt

Lauterenstraße, Mainz, 23.02.2005; Quelle: flickr-usr sperrobjekt

Es war damals vor allem die Kaiserstraße, die als Hauptmarschroute des Demonstrationszuges schon Tage vor dem geplanten Besuch weiträumig abgeriegelt war. Es lässt sich nun auch hier darüber nachdenken, inwieweit bereits den Planungen Kreysigs dieses Motiv zugrunde lag.

Foto der Kaiserstraße, Mainz, 1892; Quelle: wikipedia

Foto der Kaiserstraße, Mainz, 1892; Quelle: wikipedia

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